Blauer Engel RAL-UZ 195 - Gelebte Nachhaltigkeit

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Gelebte Nachhaltigkeit

Logo "Kern goes green"Der Blaue Engel und unser EMAS-Umweltmanagementsystem sind nur zwei von einer ganzen Reihe von Bausteinen, die die Basis einer nachhaltigen Druckproduktion bilden. So verarbeitet Kern Papier aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft. FSC®- und PEFC-zertifiziertes Papier wird nach strengen ökologischen und sozialen Standards hergestellt. Die bei der Druckproduktion und dem Speditionsversand entstehenden CO2-Emissionen können ermittelt und über Ausgleichszertifikate, mit denen weltweit Klimaschutzprojekte finanziert werden, neutralisiert werden. Gleiches wird beim Paketversand bereits durch unsere Versanddienstleister GLS, DPD, UPD und DHL durch eigene Maßnahmen und Programme gewährleistet. Der Strom für die Produktion stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien und durch kontinuierliche Verbesserungsprozesse gehen wir im täglichen Betrieb Schritt für Schritt ein Stück weiter hin zu einer grünen Druckproduktion. Getreu unserem Motto: Kern goes green.

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Sind digitale Medien besser als Printmedien?

Umweltbilanz

Auf den ersten Blick mag es so escheinen, dass digitale Medien ökologischer sind, als Druckerzeugnisse. Es müssen keine Bäume gefällt werden, aus denen energie- und wasserintensiv Papier hergestellt wird, um dann darauf wiederum mit Einsatz von Energie, Farben, Chemikalien und anderen Hilfsstoffen Inhalte zu drucken, die dann aufwändig gelagert und transportiert werden müssen. Doch so einfach ist die Rechnung nicht, wie Studien zeigen. Deren Fazit: Digitale Medien sind nur manchmal ökologisch vorteilhafter. Das hängt nämlich stark vom Verhalten der Nutzer*innen ab, denn auch die Herstellung von elektronischen Ausgabegeräten oder auch die Datenspeicherung und -übertragung verbrauchen Rohstoffe und Energie und erzeugen damit klimaschädliche Treibhausgasemissionen.

So erzeugt zum Beispiel die Übertragung einer Online-Zeitung über das mobile UMTS-Netz eine höhere Umweltbelastung als eine Übertragung via Festnetz oder ihr gedrucktes Pendant. Auch wie oft und von wie vielen Personen eine gedruckte Zeitung oder ein Buch gelesen werden, spielt eine Rolle in der Umweltbilanz dieser Printmedien. So erreicht eine gedruckte Zeitung bereits nach 26,5 Minuten Lesen den gleichen CO2-Fußabdruck wie die Online-Zeitung. E-Book-Reader arbeiten lediglich bei Vielleser*innen effizient. Es müssen 59 E-Books gelesen werden, damit der Reader denselben Wert erreicht wie ein Taschenbuch aus Papier. Kataloge schlagen Vergleich ihre digitalen Geschwister, denn eine Online-Bestellung erzeugt einen drei Mal höheren Primärenergiebedarf. Ähnlich sieht es beim Vergleich zwischen Schulbüchern und elektronischen Lehrmitteln aus, bei denen die Papiervariante im Hinblick auf den Primärenergieaufwand deutlich besser abschneidet. Bei Flyern bzw. einseitigen Werbebroschüren liegt dagegen die Online-Werbung vorne.

Es zeigt sich, dass es keine generelle Antwort gibt. Vieles hängt vom Einzelfall ab.

Quelle: "Vergleich Druckmedien und elektronische Medien unter ökologischen Aspekten", Studien im Auftrag des Fachverbandes Druck- und Papiertechnik (PDF), VDMA Druck- und Papiertechnik